Alte Bekannte


In der letzten Woche verkündete der Wetterbericht, dass es einen Sommertag geben wird: 25 °C oder ein wenig mehr. Da musste ich raus – fleißig vorher Überstunden geschoben, damit ich einmal zu einer halbwegs (radsport-)normalen Zeit aus dem Büro kann.

Während der Heimfahrt in der S-Bahn grübelte ich, welche „Panier“ ich für diesen feierlichen Anlass wählen sollte. Kurz-kurz? Nein, oben Lang ist fix, es wehte ja wieder dieser kalte, lästige Wind, der mir schon bei allen meiner spärlichen Ausfahrten auf der Straße 2013 auf die Nerven ging. Aber unten kurz, irgendwann musste es ja soweit sein, immerhin war es ja schon Ende April.

Während ich so dahin rollte, da bemerkte ich plötzlich alte Bekannte: Meine Beine! D.h. vom Knie an abwärts nackt, ohne lange Hose oder Beinlinge. Ja, lange nicht mehr gesehen. Und eine Frühjahrsrasur hatte ich ihnen vorher auch gegönnt. Das letzte Mal hatte ich sie so Anfang November bei einem Querfeldeinrennen gesehen. Dann kam der Winter mit dem langen Atem.

Nun gibt es bald auch wieder diejenigen Dinge, die zum Radsport dazugehören: Streng abgegrenzte Bereiche zwischen gebräunter und käseweißer Haut an den Beinen und den Oberarmen, vielleicht auch weiße Hände, wenn man Handschuhe trägt, oder weiße Streifen seitlich hinten an den Wangen von den Helmriemen. So muss das sein, so ist es gut. Radsportästhetik muss ja auch sonst niemand verstehen.

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