Terra Titanic und Traumtänzer: Amphi 2013

Nun hängt es an der kleinen Pinnwand in meiner Wohnung: Das Festival-Bändchen vom Amphi-Festival 2013. Das schwarz-graue Festival-Bändchen von 2012 hat einen schwarz-grünen Nachbarn bekommen. In exakt dem Moment, an dem ich mir das Bändchen von linken Handgelenk entferne, merke ich auch erst richtig, dass das Amphi inkl. Urlaub nun nur mehr Erinnerung ist. Vorbei. Auch wenn vieles nachwirkt, worüber ich dankbar bin.

Es waren wunderbare Tage in Köln. Eine wunderbare Stadt, die mir unglaublich gefällt. Als Kurzzeit-Besucher kann ich auch die Atmosphäre dieser schönen Stadt verklären. Schöne Gebäude, noch vorhandene Teile der Stadtmauer erzählen von früher, der Rhein fließt sanft und majestätisch durch die Stadt, die Hohenzollernbrücke und andere Brücken verbinden die Stadtteile. Und über alles andere im Stadtbild thront der Dom. Ich habe es sehr gerne, in den Abendstunden am rechten Rheinufer unmittelbar vor der Hohenzollernbrücke auf einer Mauer zu sitzen und mich vom Ambiente des Zusammenspiels von Sonnenuntergang, Dämmerung und Stadtbild mit Rhein und Dom, der mich unglaublich fasziniert, etwas verzaubern zu lassen. Aber nur, wenn grad kein Amphi ist, oder das Festival schon einen Tag vorbei ist. Wir (J. ist auch dabei) bleiben immer etwas länger dort.

Wie das Wasser im Rhein fließt auch die Zeit unaufhaltsam und nun bin ich auch wieder ein paar Tage daheim. Aber vieles von den Köln-Tagen ist noch da und wird auch sehr sehr lange bleiben. Das Gefühl der Unbeschwertheit vor allem, auch wenn sich ein wenig Melancholie – weil’s ja vorbei ist – dazu mischt. Und die Freude über die erlebten Tage, Stunden und besondere Momente ist glücklicherweise auch noch allgegenwärtig. Natürlich hat auch die Musik starken Nachhall in meinem Kopf. Da waren einige Dinge dabei, die nun öfters auf meiner Playlist stehen… Mir hat (fast) alles gefallen, was ich gehört und gesehen habe, persönliche Highlights waren: Covenant und Welle:Erdball freitags am Schiff (es gab eine kleine Rundfahrt auf dem Rhein im Rahmen des Festivals), VNV Nation am Samstag, Faun, Letzte Instanz, Peter Heppner und v.a. Diary of Dreams am Sonntag. Erwähnen möchte ich auch die einzigartige Stimmung auf diesem „klischee-düsteren“ Festival… Musik-Links gibt’s ganz unten…

Die vorher angesprochene Melancholie ist am besten mit Ausfahrten auf dem Rennrad zu bearbeiten. Diese Melancholie ist aber nicht negativ besetzt sondern eher süß, nicht mal bittersüß. Sie ist positiv besetzt, weil sie die Erinnerung an die vergangenen Tage in Köln so präsent in die Gegenwart zieht. Und Rennradfahren macht plötzlich auch mehr Spaß.

Besonders durch zwei Songs werden zurückliegende Momente auch jetzt noch mit mir mitgetragen: Terra Titanic von Peter Schilling, das auf der After-Show-Party am Schiff lief. Ich muss zugeben, dass ich dieses Stück vorher noch nicht gehört habe und musste die Dame auf der Tanzfläche neben mir nach dem Titel fragen… Nicht mal ein richtig „schwarzer“ Song, aber der hat sich im Akustik-Part meines Hirns sehr stark eingebrannt, wieso, weiß ich nicht.

Und dann war da noch der Traumtänzer von Diary of Dreams. Der ist schon seit Jahren im Soundtrack meines Lebens dabei, befeuerte meine Emotionen live aber ganz besonders. Gänsehaut. Besonders als das Publikum dann am Schluss mitgesungen hat… Angeblich ein trauriger Song. Für mich aber keinesfalls (wahrscheinlich bin ich zu deppert, um die Gothic-Szene inhaltlich zu kapieren).

Aus dem Text:
„Wirst du mich nie verstehen?
Wirst du denn nie verstehen?
Hast du noch nie gesehen,
wie meine Augen glitzern?“

Nicht nur, wenn’s um’s Rennrad geht, glitzern meine Augen. Das und meine sportliche Leidenschaft verstehen manche aber auch NIE.

Noch ein paar Impressionen:

faun

faun


letzte instanz

letzte instanz


tanzwut

tanzwut




diary of dreams

diary of dreams

P.S.:
Terra Titanic von Peter Schilling: http://www.youtube.com/watch?v=vialYSGU73k
Traumtänzer von Diary of Dreams:
Eine schöne Live-Version:

Live am Amphi (danke an die unbekannte Filmerin oder den unbekannten Filmer) – zwar kommt die Atmosphäre nicht wirklich rüber… aber… wurscht:

Zur Vollständigkeit, die Studioversion:

P.P.S.: Während ich grad verlinke, kann ich mich auf 2 Songs erinnern, die meine Tonspur nach dem Amphi 2012 etwas nachhaltiger beeinflussten. Wieder NDW und Gothic. Komisch…
Endless Infinity von Project Pitchfork (gehört live):

Tausendmal Du von Münchner Freiheit (gehört bei einem Bier-Standl am Festivalgelände zu später Stunde):

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