Totpunkt

auch ein totpunkt

auch ein totpunkt

„Der Sattel soll so hoch sein, dass das Bein im Kniegelenk beim Passieren des unteren Totpunktes der Pedalumdrehung nicht vollständig gestreckt, sondern in einem Winkel von ca. 170 bis 175° leicht gebeugt ist.“ So heißts bei P. Konopka.

Wenn ich an den unteren Totpunkt meiner Couch sehe, sehe ich exakt richtig abgewinkelte Beine. Aber sonst ist nichts richtig die Tage. Bin marod. 38° sind auch nicht irgendwelche Einstellungsparameter am Crosser sondern meine Temperatur.

Meine Laune ist auch an einem Totpunkt angelangt. Schöne, sonnige, trockene Tage, die trotz des kalten Windes zum Crossen einladen, darf ich in der Horizontalen in meiner Wohnung verbringen. Rausgehen, ein paar Minuten frische Luft und Sonnenlicht zur Genesung? Eine zähe Geschichte. 5 min Fußweg, dann kommt schon der Mann mit dem Hammer.

Ein wenig Abwechslung durch superg‘scheites und/oder unnützes Gelaber auf Facebook lindert minutenweise die Tristesse. Ein wenig daraus resultierender Schlaf anschließend auch, denn sogar das Social-Networken ist anstrengend. Zur Laune passt das von mir gewählte Fernsehprogramm: Aber wenigstens siegt bei Richter Hold immer die Gerechtigkeit. Trotzdem auf Dauer nicht auszuhalten.

Ich sehe mir nochmals die letzten Kilometer der Rad-WM aus Florenz an und suche nach Indizien für eine Mauschelei zwischen Valverde und dem späteren Sieger Costa, die zwar unterschiedlichen Nationen und somit heute unterschiedlichen Teams angehören, aber die restlichen 364 Tage des Jahres Teamkollegen sind. Ich erkenne nichts, Gerhard Zadrobilek, der die ORF-Übertragung co-kommentiert, meint, dass es Valverde verbockt hätte. Sonst sagt er nichts, und somit mMn recht viel. Costa fährt nächstes Jahr übrigens für Lampre-Merida und nicht mehr für Movistar. Was weiß ich.

Und auch sonst passiert so viel Belangloses, der Blick auf Positives ist fiebrig-vernebelt.

Meine Querfeldeinsaison wird wohl auch ein einziger Totpunkt sein, die Analyse der bisher gefahrenen Kilometer 2013 und die aktuelle Untätigkeit kündigt schwache Leistungen für den Gatsch an.

So gut hätte es laufen können, eine Urlaubswoche zum Training wäre geplant gewesen, meine Gesundheit hatte aber andere Pläne. Und ins Dusika-Stadion zum GP-Vienna hätte ich auch gehen können. Naja.

Sudern, so wie hier praktiziert, hilft aber! Auch beim Überwinden von Totpunkten. Wann trägt die UNESCO das endlich als immaterielles Kulturerbe für Österreich ein?

P.S.: Die Marodität zerrt von unten an den Augenlidern. Ich leg mich wieder schlafen.

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5 Kommentare
  1. Das wird schon wieder. Ich hasse Erkältungen zwar auch mehr als alles andere, weil man da so richtig neben sich steht, aber was willst Du machen, außer ausruhen?

    Wenn es Dich tröstet: Ich musste gestern bei meinen schönen Herbstrunden mit dem Crosser nach der Hälfte wegen technischem Defekt aufgeben: Abgerissener Schaltwerkbolzen, gebrochener Rahmengegenhalter, demoliertes Schaltauge. Die Gesundung des Rades wird wohl länger dauern als Deine.

    Ob die bei der WM in Florenz unter diesen Witterungsbedingungen noch hätten mauscheln können? Das glaube ich nicht. Reihenweise Stürze, reihenweise ausgestiegene Fahrer, das war doch fast eine Lotterie, wer unter diesen Umständen gewinnt.

  2. nein, das tröstet gar nicht 😦 wünsche dem kultigen empella eine gute besserung!
    bezüglich WM: wird schon nix gewesen sein 😉
    und ja… „neben sich“, das trifft’s ganz gut – v.a. weil man nichts zur zerstreuung machen kann, v.a. kann man nicht radfahren 😉

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