Herbstfragmente

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Mein radsportlicher Herbst festigte sich eigenartig in meiner Erinnerung. Keine durchgehende Periode, die irgendwann im September anfing und irgendwann im Dezember endete. Stattdessen bleibt im Rückblick als Konstante zwar die grundsätzlich dunklere Zeit, die nun nach der Wintersonnenwende wieder kürzer wird. Mein radsportlicher Herbst bleibt mir aber in nicht zusammenhängenden Fragmenten in Erinnerung.

Ich bin dann auch irgendwann im September auf das Querfeldeinrad umgestiegen und hatte mir naiv eine gute Querfeldein-Saison erträumt. Daraus wurde natürlich nichts, meine aktuelle berufliche Situation verhindert epische Heldentaten im Gelände. Aber Spaß hat’s trotzdem gemacht.

Schön waren die herbstlichen Ausfahrten in heimatlichen Gefilden im Mittelburgenland, rund um meine Heimatgemeinde Neutal. Zwar brachten diese nicht die für die Cross-Rennen notwendige Form, dafür machten sie umso mehr Freude. Kalte Luft durch die Lungen zu ziehen räumt auch mit negativen Gedanken im Hirn auf. Eine Ausnahme ist der Ärger über die unzähligen Schranken, die ganze Wälder zu Sicherheitszonen erklären um die Population an SUVs vor Störungen durch mich als Cross-Fahrer zu schützen.

Zwischendurch gab’s auch ein paar Renneinsätze, Querfeldein natürlich. Da ging irgendwie auch nix, zumindest auf das Resultat bezogen. Ich stagniere, während sich der Rest des Hobby-Pelotons, vom Cross-Virus nachhaltig infiziert, irgendwie weiterentwickelte, v.a. technisch.

Zwiebelschalenprinzip. Immer dabei: Die Frage nach der richtigen Gewandung für herbstliche Ausfahren. Mehrere Schichten solle man tragen, sagt die Theorie. Wie viele Schichten, v.a welche Schichten? Herbst ist Verkühlwetter. Es ist ja schon kalt. Aber auch noch nicht so. Und außerdem weht der Wind. Da ist’s an windabgewandten Stellen gleich mal zu warm unter der Radfahrer-Rüstung aus Funktionsmaterial. Auf der Luv-Seite fröstelsts dafür gleich. Ein ähnlich unangenehmes, wechselndes Temperaturempfinden ergibt sich ebenso auf Anstiegen und den dazugehörigen Abfahrten. Wäre ich doch nicht so temperaturempfindlich… mir ist gleich mal zu warm und zu kalt…

Früher wurde man bei Majestätsbeleidigung um einen Kopf kürzer gemacht. Meiner Waage erspare ich dieses letale Schicksal. Immerhin habe ich durch die Wampe inkl. Gewichtszunahme nun weit weniger Luftverwirbelungen zwischen Oberrohr und Oberkörper, was mir 0,1 Sekunden auf 10 Stunden Fahrt aus aerodynamischer Sicht bringt. Der Seitenwind beeinflusst mich nun auch weniger. Sonst führt’s allerdings dazu, dass ich Anstiege nun nicht mehr würdevoll erklettern kann. Warum ich meist einen Rucksack auf die Ausfahrt mitnehme? Als Ausgleich zu vorne!

Aller guten Dinge sind übrigens 3: 3 mal auf der Goschn g’legn. Guat is gangen, nix is gschegn. Und materialschonend habe ich mich dabei 2-mal auf die billige Seite – das ist links, dort wo das Schaltwerk und Umwerfer nicht sind – gelegt. Und das eine andere Mal, als die Brezn rechtslastig ausfiel, habe ich meinen Körper zwischen Boden und Rad bringen können. Stürze beim Crossen gehen glücklicherweise meist weit glimpflicher aus, als auf der Straße.
Nun ist schon ein paar Tage Winter, 2014 ist mit von mir ungeliebtem Föhnwetter ebenso ins Land gezogen, mit Neujahrsvorsätzen im Gepäck – u.a.: Mehr Trainieren!

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