Herbstwind

vom giro in den herbst mit procycling

vom giro in den herbst mit procycling

Am Titelblatt der August-Ausgabe von Procycling ist der Kolumbianer Nairo Quintana im rosa Trikot, das ihn als Spitzenreiter des Giro d’Italia kennzeichnete, zu sehen. Der Giro war im Mai. Einmal umgeblättert und es fährt einem die Herbst-Kollektion der Olympiakos-Reihe von Assos entgegen. Ich spüre fast schon den Herbstwind und die Vorfreude darauf.

Als ich die Zeitschrift auf den Stoß zu den anderen ausgelesenen Ausgaben diverser Radsport-Zeitschriften legen möchte und eben ein Mal umblättere, fällt mir der bezeichnende Charakter dieser zum Print gebrachten Kulisse auf: Beim Giro im Mai gibt’s immer wieder epische Etappen mit viel Nässe, Kälte und auch Schnee. Und dann springt Procycling gleich in den Herbst. Nicht nur in dieser Szenerie fehlte der Sommer. Sondern auch ganz in echt 2014 kann ich mich auf keinen echten Sommer erinnern.

Eigentlich mag ich den heißen Sommer ja eh nicht. Ich funktioniere bei hohen Temperaturen ohnehin nicht und die idiotischen gesellschaftlichen Normen (bzw. die Regeln zur Business-Etikette), die Männer auch bei hohen Temperaturen in lange Hosen zwingen, finde ich bescheuert und diskriminierend. Besonders, wenn die Klimaanlage im Büro ein Witz ist. So gesehen, ein sehr guter Sommer. Und zum Klimawandel mit den stets mehr und mehr heißen Tagen war auch weniger Gesudere zu hören.

Auf dem Rad mag ich Hitze auch nicht so sehr. Warmer Wind ist halt kein Herbstwind. Bei Trainingsfahrten ist’s ja noch ok, durch den Fahrtwind wird’s meist ohnehin angenehm, an Abenden kann man sogar dem Hitzestau in der Großstadt Wien ausgezeichnet entfliehen. Aber bei Wettbewerben blockiert mich Hitze, besonders in Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit, enorm.

Jedenfalls werde ich aber bald vermissen, dass es an den Tagen im Sommer einfach so angenehm lange hell ist. Eine große Vorfreude verspüre ich jedoch, wenn ich an die Querfeldeinsaison denke. Herbstwind, breitere Reifen, abwechslungsreiche Wege abseits der Straßen und Radwege, Gatsch, direkterer Kontakt zur Natur und Ausfahrten, die wahnsinnig schnell vergehen bringen trotz schlecht funktionierender Bremsen und dem Kältegefühl an den Händen und den Füßen schon jetzt meine Augen zum Leuchten. Auch wenn ich meine beiden Crosser noch nicht aus dem Sommerschlaf geweckt habe. Noch ist für deren artgerechten Einsatz zu wenig Herbstwind.

Die ersten Werbeeinschaltungen mit radsportlichen Accessoires für kühlere Temperaturen erinnern mich auch stets daran, dass der Sommer nun eben bald vorbei ist und dass der Herbstwind schon sehr angenehm nahe ist. Das erste Mal denke ich schon am Tag der Sommersonnenwende um den 21. Juni, wenn dann die Tage wieder kürzer werden. Nicht, dass ich es nicht mag, an schönen nicht ganz so heißen Sommertagen bei 27 Grad mit dem Rennrad die warme Luft zu durchschneiden… Das ist wunderbar. Aber Crossen, ob mit oder ohne Herbstwind, ist immer etwas Besonderes, auf das man sich im Sommer schon freuen kann.

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