Danke, Matthias!

Schnell noch ein paar Worte zu 2014. Nein, keine Zusammenfassung, was ich radfahrerisch so produziert habe und auch keine Rückblick die Welt der Radprofis im letzen Jahr. Es ist ein konkretes Ereignis, das emotionale Spuren in meinem Fan-Herz hinterlassen hat und für mich eine großen, schönen Part der Erinnerungen an 2014 ausmacht.

Und zwar die 51,852 km, die der junge Vorarlberger Matthias Brändle ins Bahnoval von Aigle zirkelte. Das ganze geschah am 30. Oktober 2014 und bedeutete einen neuen Stundenweltrekord.

Die Vorgeschichte ist bekannt. Nach Eddy Merckx damals (1972) in Mexico City und den Zweikampf Boardman vs. Obree in den 90ern gab’s Regeländerungen, einen uninteressanten Rekordhalter aus Tschechien (Sosenka) und noch eine Regeländerung. Jens Voigt hat’s auf seine alten Tage mit medialem Getöse als erster geschafft, diese zu nutzen, und nun nutzte Brändle die Gunst der Stunde. Clever, wie ich finde. Brändle ist zwar ein sehr guter Zeitfahrer, die herausragende Klasse eines Wiggins, Cancellara oder v.a. Martin, die diese quasi als Stundenweltrekordler prädestiniert, hat er aber nicht. Und gerade deswegen freut es mich, weil die Aktion einerseits schlau gewählt wurde und trotzdem irgendwie Spontanität beinhaltet: Man muss Möglichkeiten erkennen und sie auch nutzen. Und zusätzlich muss man z.B. auch in einer Stunde auch 51,852 km fahren können, d.h. auch Leistung zur richtigen Zeit bringen.

Als Radsportfan mit rot-weiß-roter Prägung konnte ich bei der Kreiselfahrt des Österreichers nun endlich mal wieder richtig mitfiebern. Wird er es schaffen? Brändle ließ die Beine stoisch die Übersetzung treten, der Vorsprung war riesengroß, alles sah gut aus. Eine Runde um die andere zählte ich die Runden runter, die Uhr über meinem Fernseher gab mir vor, wie lange ich noch die Daumen in die etwas feuchten Handflächen drücken musste. Spannung, Emotion, fast so, wie 2005, als Georg Totschnig im Juli eine Etappe der Tour gewann (und sich dann zum Jahresende Peter Schröcksnadel XIV., alleinherrschender Ski-Sonnenkönig in Österreich, bei der Wahl zum Sportler des Jahres ordentlich ärgern musste). Oder bei der Rad-WM 2006 in Salzburg, wo sich das österreichische Team zwar spektakulär und engagiert, aber taktisch etwas ungeduldig präsentierte. Warum gerade im Sport eine derart patriotische Prägung auch bei mir durchschlägt, weiß ich übrigens nicht. Komisch, aber schön, wenn man emotional etwas mehr mitgehen kann. Wenn die guten Zeitfahrer aus Deutschland, der Schweiz, aus England oder den USA dann demnächst ihre Klasse ausspielen werden, werde ich da nicht so mit dem Herz dabei sein.

Egal. Es war wunderbar, Matthias Brändle zuzusehen, wie er einen kleinen Eintrag in die Bücher der Sportgeschichte setzte. Gratulation nochmals. Und danke dafür, Matthias, dass ich wieder einmal mitfiebern und mich freuen durfte.

Schnell noch ein paar Worte zu 2014. Nein, keine Zusammenfassung, was ich radfahrerisch so produziert habe und auch keine Rückblick die Welt der Radprofis im letzen Jahr. Es ist ein konkretes Ereignis, das emotionale Spuren in meinem Fan-Herz hinterlassen hat und für mich eine großen, schönen Part der Erinnerungen an 2014 ausmacht.

Und zwar die 51,852 km, die der junge Vorarlberger Matthias Brändle ins Bahnoval von Aigle zirkelte. Das ganze geschah am 30. Oktober 2014 und bedeutete einen neuen Stundenweltrekord.

Die Vorgeschichte ist bekannt. Nach Eddy Merckx damals (1972) in Mexico City und den Zweikampf Boardman vs. Obree in den 90ern gab’s Regeländerungen, einen uninteressanten Rekordhalter aus Tschechien (Sosenka) und noch eine Regeländerung. Jens Voigt hat’s auf seine alten Tage mit medialem Getöse als erster geschafft, diese zu nutzen, und nun nutzte Brändle die Gunst der Stunde. Clever, wie ich finde. Brändle ist zwar ein sehr guter Zeitfahrer, die herausragende Klasse eines Wiggins, Cancellara oder v.a. Martin, die diese quasi als Stundenweltrekordler prädestiniert, hat er aber nicht. Und gerade deswegen freut es mich, weil die Aktion einerseits schlau gewählt wurde und trotzdem irgendwie Spontanität beinhaltet: Man muss Möglichkeiten erkennen und sie auch nutzen. Und zusätzlich muss man z.B. auch in einer Stunde auch 51,852 km fahren können, d.h. auch Leistung zur richtigen Zeit bringen.

Als Radsportfan mit rot-weiß-roter Prägung konnte ich bei der Kreiselfahrt des Österreichers nun endlich mal wieder richtig mitfiebern. Wird er es schaffen? Brändle ließ die Beine stoisch die Übersetzung treten, der Vorsprung war riesengroß, alles sah gut aus. Eine Runde um die andere zählte ich die Runden runter, die Uhr über meinem Fernseher gab mir vor, wie lange ich noch die Daumen in die etwas feuchten Handflächen drücken musste. Spannung, Emotion, fast so, wie 2005, als Georg Totschnig im Juli eine Etappe der Tour gewann (und sich dann zum Jahresende Peter Schröcksnadel XIV., alleinherrschender Ski-Sonnenkönig in Österreich, bei der Wahl zum Sportler des Jahres ordentlich ärgern musste). Oder bei der Rad-WM 2006 in Salzburg, wo sich das österreichische Team zwar spektakulär und engagiert, aber taktisch etwas ungeduldig präsentierte. Warum gerade im Sport eine derart patriotische Prägung auch bei mir durchschlägt, weiß ich übrigens nicht. Komisch, aber schön, wenn man emotional etwas mehr mitgehen kann. Wenn die guten Zeitfahrer aus Deutschland, der Schweiz, aus England oder den USA dann demnächst ihre Klasse ausspielen werden, werde ich da nicht so mit dem Herz dabei sein.

Egal. Es war wunderbar, Matthias Brändle zuzusehen, wie er einen kleinen Eintrag in die Bücher der Sportgeschichte setzte. Gratulation nochmals. Und danke dafür, Matthias, dass ich wieder einmal mitfiebern und mich freuen durfte.

Schnell noch ein paar Worte zu 2014. Nein, keine Zusammenfassung, was ich radfahrerisch so produziert habe und auch keine Rückblick die Welt der Radprofis im letzen Jahr. Es ist ein konkretes Ereignis, das emotionale Spuren in meinem Fan-Herz hinterlassen hat und für mich eine großen, schönen Part der Erinnerungen an 2014 ausmacht.

Und zwar die 51,852 km, die der junge Vorarlberger Matthias Brändle ins Bahnoval von Aigle zirkelte. Das ganze geschah am 30. Oktober 2014 und bedeutete einen neuen Stundenweltrekord.

Die Vorgeschichte ist bekannt. Nach Eddy Merckx damals (1972) in Mexico City und den Zweikampf Boardman vs. Obree in den 90ern gab’s Regeländerungen, einen uninteressanten Rekordhalter aus Tschechien (Sosenka) und noch eine Regeländerung. Jens Voigt hat’s auf seine alten Tage mit medialem Getöse als erster geschafft, diese zu nutzen, und nun nutzte Brändle die Gunst der Stunde. Clever, wie ich finde. Brändle ist zwar ein sehr guter Zeitfahrer, die herausragende Klasse eines Wiggins, Cancellara oder v.a. Martin, die diese quasi als Stundenweltrekordler prädestiniert, hat er aber nicht. Und gerade deswegen freut es mich, weil die Aktion einerseits schlau gewählt wurde und trotzdem irgendwie Spontanität beinhaltet: Man muss Möglichkeiten erkennen und sie auch nutzen. Und zusätzlich muss man z.B. auch in einer Stunde auch 51,852 km fahren können, d.h. auch Leistung zur richtigen Zeit bringen.

Als Radsportfan mit rot-weiß-roter Prägung konnte ich bei der Kreiselfahrt des Österreichers nun endlich mal wieder richtig mitfiebern. Wird er es schaffen? Brändle ließ die Beine stoisch die Übersetzung treten, der Vorsprung war riesengroß, alles sah gut aus. Eine Runde um die andere zählte ich die Runden runter, die Uhr über meinem Fernseher gab mir vor, wie lange ich noch die Daumen in die etwas feuchten Handflächen drücken musste. Spannung, Emotion, fast so, wie 2005, als Georg Totschnig im Juli eine Etappe der Tour gewann (und sich dann zum Jahresende Peter Schröcksnadel XIV., alleinherrschender Ski-Sonnenkönig in Österreich, bei der Wahl zum Sportler des Jahres ordentlich ärgern musste). Oder bei der Rad-WM 2006 in Salzburg, wo sich das österreichische Team zwar spektakulär und engagiert, aber taktisch etwas ungeduldig präsentierte. Warum gerade im Sport eine derart patriotische Prägung auch bei mir durchschlägt, weiß ich übrigens nicht. Komisch, aber schön, wenn man emotional etwas mehr mitgehen kann. Wenn die guten Zeitfahrer aus Deutschland, der Schweiz, aus England oder den USA dann demnächst ihre Klasse ausspielen werden, werde ich da nicht so mit dem Herz dabei sein.

Egal. Es war wunderbar, Matthias Brändle zuzusehen, wie er einen kleinen Eintrag in die Bücher der Sportgeschichte setzte. Gratulation nochmals. Und danke dafür, Matthias, dass ich wieder einmal mitfiebern und mich freuen durfte.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Rennradblog Geradeaus

Rennradfahren, Essen und Spaß am Leben.

emme-eppe

die Magie der kleinen Dinge

VeloKick.net

laufen - rollern - radeln

Takeshi fährt Rad

Frau, Stahl, Asphalt, Kilometer.

Wiener Bahn-O-Rama

#gofastturnleft

Drei Engel für Ötzi

Rennrad-Transalp mit Marina, Anne und Dani

Die Rennschnecke

Lauf- und Triathlon-Blog

Eiswuerfel Im Schuh

DAS Triathlon & Fitness Blog - ein Blog von einer Triathletin und einem begeisterten Sportfotografen mit Wettkampfbeschreibungen, Trainingsgeschichten, Veranstaltungsbeiträgen, Fotostrecken für Sportunternehmen, Reiseberichte, Tech-Talks, Rezepte,…

diegneistdotcom.wordpress.com/

Personal- und Organisationsentwicklung

Triathlove

Drei Sportarten, zwei Wechsel, eine Liebe.

Auf dem Weg zum Ironman

Training, Strecken, Material, Tipps und alles was man noch so beim Trithlon erleben kann.

mweihrauch.de

Lauf- & Triathlonblog: Hier raucht's richtig

die rote laterne

am ende des hobby-pelotons

Triathlon statt Rollstuhl

Wie sich eine junge Frau trotz Multipler Sklerose nicht unterkriegen lässt und ihren Traum vom Triathlon erfüllt

%d Bloggern gefällt das: