Dauertest TRP Revox Cyclocross Bremsen

Neongelbes Profi-Material TRP REVOX

Neongelbes Profi-Material

Ich könnte es ganz kurz machen: Die Bremsen sehen super aus und die Profis fahren damit. Für mich reichte das, diese Dinger zu kaufen. Zusätzlich funktionieren sie aber auch im Einsatz stets sehr gut und zuverlässig, sie halten, was sie versprechen.

Dass man neuerdings im Cyclocross-Sport nun immer öfters mit Scheibenbremsen bremst, als dass man mit den alten Cantilever-Systemen verzögert, ist bekannt. An die Bremskraft von Scheibenbremsen kommen die Revox natürlich nicht heran. Auch nicht an die Kraft von Felgenbremsen für (Straßen-)Rennräder. Aber wenn man etwas experimentierfreudig eine gute Kombination aus verwendeten Bremsgummis und Bremsflanke sucht – und auch findet – sind die Revox-Bremsen definitiv renn- und auch alltagstauglich. Da kann das Tour-Magazin schreiben, was es will. In meinen Rennen hatte ich bisher überhaupt nicht das Gefühl, dass ich irgendwo bessere Bremskraft benötigt hätte. Abgesehen davon gefallen mir die Felgenbremssysteme im Cyclocross, v.a. die von TRP, einfach besser.
Zurück zu den Revox. Wie schon eingangs geschrieben, sehen sie toll aus, das ist wichtig, da ja das Auge mitfährt. Und die Profi-Crosser verwenden sie. Das hebt den Stylefaktor und man kann man sich meist darauf verlassen, dass die Stars der Szene nicht einen kompletten Murks verwenden. Die Montage ist sehr einfach, ein wenig muss man sich zwar mit der Ausrichtung der Bremsschuhe zur Bremsflanke spielen, das sollte aber kein Show-Stopper sein. Und einmal montiert kann man sich noch an den weiteren Einstellmöglichkeiten erfreuen, v.a. am verstellbaren Querzug, der das Ein- und Ausbauen der Laufräder erleichtert und weiters die Verwendung von unterschiedlich breiten Felgen vereinfacht. Eigentlich ein Muss für Cyclocross-Bremsen.
Und sie bremsen wirklich gut, sie verzögern nicht nur. Ich schaffe es bei den Geschwindigkeiten, die ich am Cyclocross-Rad fahre, zumindest das Hinterrad zu blockieren, auch im Rennen, wenn’s steilere Rampen nach unten geht. Das reicht. Ein „Stottern“ der Bremsen, das ab und an noch bei Cantilever-Systemen zu finden ist, gab’s bisher auch nicht. Dafür quietschen die Bremsen. Wenn man sich davon nicht stören lässt, eher ein Vorteil, denn wenn’s quietscht, dann bremst’s auch (gut). Lärmfahrer sind hörbarer (©R. Düringer, der hat das aber auf Auspuff-Anlagen bei PKWs bezogen). Und die Bremsleistung im Vergleich zu anderen Systemen passt auch: Mit den Revox bremse ich etwas, aber merklich besser, als mit den TRP Eurox Magnesium, die ich auch noch verwende. Und ggü. älteren Cantisystemen (so schwarze Froschschenkel von Fouriers oder 4za) ist die Verzögerung wesentlich besser.
Fazit meines Dauertests: Top. Kaufempfehlung, wenn man fast 300 EUR für Cyclocross-Bremsen ausgeben möchte. Es gibt sie in der Carbon-Version übrigens auch noch in Weiß und Schwarz. Ich denke aber auch, dass die nur halb so teure Alu-Version in der Performance den teuren Carbon-Accessoires um nichts nachsteht.

P.S.: Meine Kombinationen aus Bremsgummis und Felgen: Für sämtliche Carbon-Laufradsätzen SwissStop Flash in Gelb (die ich übrigens nach jedem Renneinsatz reinige). Funktioniert z.B. super zu jeweils älteren Dura-Ace (2009), ZIPPs (2011) und Axus (2009). Nicht ganz so gut, aber ok zu Planet-X R50. Für den alltäglichen Trainingseinsatz schwarze SwissStop für Alu-Felgen, z.B. sehr gut an Campagnolo Bullet 50 (2010), ausreichend an Veltec Speed 6.0 (2009?).

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5 Kommentare
  1. Bei den deutschen Cyclocross-Meisterschaften, die hier vor einer Woche stattfanden, sind fast alle nach wie vor mit Cantis an der Start gegangen. Wer will denn bei einem solchen Rennen mit Bremsen, die brachial stoppen oder gar das Rad blockieren? Da geht’s doch eher darum, den Vortrieb etwas zu verzögern. Den Nutzen von Scheibenbremsen sehe ich viel mehr im Alltag, in der Nässe vor allem, oder bei langen Passabfahrten im Regen. Also da, wo man bisher schon mit Mini-V-brakes besser bedient war als mit Cantileverbremsen.

    Interessant aber, dass Du kein Gabelstottern zu vermelden hast. Ich fahre seit geraumer Zeit einen Berner-Gegenhalter, und was entdecke ich bei der DM bei Hanka Kupfernagel?: genau dieses Teil.

    • sehe das hinsichtlich der scheibenbremsen ähnlich wie du. bei den profis ist’s ja auch so, dass da noch der großteil, auch die jungen fahrer, mit cantis fahren. aber sie haben sicher ihre berechtigung auf rennrädern und auf crossern. für mich wären sie nix. und nein, kein stottern. seit ich trp-bremsen fahre (auch schon bei den eurox) nicht mehr gehabt. dafür quietschen, was mich aber weniger stört. mit den standard-gegenhaltern, die auf meinen ridleys drauf waren. aber hanka wird schon wissen, was sie verwendet!

      womit bremst du?

      • Billigbremsen. Tektro CR 720 am Empella. Wenn man sie richtig einstellt, verzögern sie aber ganz passabel. Dann habe ich noch einen alten Crosser, den ich im Winterhalbjahr als Alltagsrad nutze. Da schraube ich gerade wieder Mini-V dran. Bei Nässe ist das schon ein Unterschied.

        Hanka fährt Deine Bremsen. Aber eben mit dem Carbon Gegenhalter von Berner. Den kannst Du hier im Bild sehen:

        (Die durchsichtige Plastikbox unter dem Lenker enthält eine Kamera.)

  2. Hallo. Kannst du mir Tipps geben, wie ihr die Bremsgummis mind. parallel oder besser im spitzen Winkeln zur Bremsflanke bekomme? Hab wohl 2 linke Hände…
    Danke und Gruß
    Steffen

    • Hallo Steffen! Sei nicht so streng zu Dir 🙂 Tipps kann ich Dir keinen geben im Sinne von „da-dann-so-schrauben-und-dann-so“… Ich kann mich aber noch erinnern, dass die Bremsen vom Mechaniker im Shop nicht gut eingestellt waren (so einfach dürfte das nicht sein) und ich dann doch viel Geduld brauchte, um sie so hinzukriegen, wie ich sie wollte (habe sie halbwegs parallel eingestellt). Also nimm Dir Zeit und arbeite bei Tageslicht und verwende gutes Werkzeug (z.B. einen hochwertigen Inbusschlüssel, so wie auch einen hochwertigen Gabelschlüssel, damit nichts „abgenudel“ wird. Gutes Gelingen 🙂

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