Verkorkst

Die gestrige Ausfahrt mit dem Crosser war nix:

Los ging’s: Irgendwie hatte der Socken rechts eine Falte geworfen, die unangenehm drückte – Zwangspause auf einem Bankerl, Überschuh runter, Schuh runter, Socken gerichtet, Schuh rauf, Überschuh rauf, weitergefahren, bemerkt, dass ich die Situation verschlimmbessert hatte, nochmals von vorne, das Ganze.

Weiter ging’s: Bald war klar, dass ich mit der Cleat-Position (rechts), die ich am Vorabend noch mit Schublehre exakt symmetrisch an die Position des Cleats am linken Schuh angepasst hatte (war schon den gesamten Winter mit der Positionierung der Cleats auf meinen 3 Paaren MTB-Schuhen nicht glücklich), nicht zufrieden war. Nächste Zwangspause beim Cyclodrom, wo ich ein schönes Plätzchen in der Sonne fand. Es folgte wieder das bereits oben beschriebene Prozedere, nun zusätzlich mit der Anpassung des Cleats am rechten Schuh. Es brauchte irgendwie eine Überwindung, den rechten Cleat nicht symmetrisch zum linken Cleat zu positionieren. Monk ließ grüßen. Aber mein rechtes Bein wünschte sich, dass ich die kleine Pedalplatte etwas nach innen drehte. Die richtige Einstellung wurde natürlich nicht beim ersten Versuch gefunden… Und während einer der kleinen Probefahrten, um die neue Fußstellung beim Pedalieren zu testen, habe ich ein ganz besonderes, aber absolut idiotisches Kunststück vollbracht: Mit beiden Beinen testete ich die horizontale Bewegungsfreiheit im Pedal Beim linken Bein zu ungestüm, der Auslösemechanismus gab durch das Ausklicken nach innen (!) auch noch etwas Momentum mit. Rein mit Knöchel und Ferse in die Speichen des Hinterrades. Autsch. Wenigstens fiel ich trotz dieses Stunts mit blockierendem Hinterrad nicht auf die Schnauze und das Hinterrad blieb auch heil.

Aber ich war noch nicht zuhause. Unkonzentriert fuhr ich zu schnell auf den engen Pfaden auf der Donauinsel und stürzte. Das Schicksal meinte es allerdings gut, denn ein Gestrüpp verhinderte einen harten Aufprall. Aber auch nicht zu gut: Das Gestrüpp hatte Dornen. Unfreiwilliges Akupunktieren ohne jeglichen positiven Effekt für meine Gesundheit.

Irgendwie schaffte ich es dann aber doch noch lebend und mit annehmbarer Laune an meine Haustür. Aber einer ging noch: Während ich den Schlüssel im Schloss umdrehte und auf mein Ridley hinunterblickte, bemerkte ich, dass sich entweder beim Sturz oder sonst irgendwann während dem Geholper auf der Donauinsel, die Werkzeugdose mit Miniwerkzeug, Ersatzschlauch, Reifenheber und Notgroschen (ca. 10 EUR) verabschiedet hatte.

„Schlimmer geht’s immer!“, sagt ein Arbeitskollege manchmal. Ja. Eh. Ärgerlich ist so eine verkorkste Ausfahrt aber trotzdem.

P.S.: Dafür gibt’s Fotos von „meiner“ Strecke auf der Donauinsel– habe heute einen langen Spaziergang dort, wo ich normalerweise mit dem Crosser herumrumple, gemacht – in der (vergeblichen) Hoffnung, dass da meine Werkzeugdose noch irgendwo herumliegen würde.

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3 Kommentare
  1. NoPain sagte:

    Cleats am besten zu Hause einstellen und auf der Rolle/Walze testen. Die Markierungen an der Schuhsohle sollte man nur als Richtwert nehmen – die sind ja nur drauf gedruckt. Danach wird die Sohle verklebt/vernäht… unzählige Möglichkeiten, dass die Skala schief wird.

    Nächste Ausfahrt wird dann wieder besser. 😉

    • ja… das nächste mal werde ich sowas auf der rolle einstellen 🙂 dachte ich mir auch schon, dass das nicht unbedingt fix gleich/symmetrisch aufgedruckt sein muss. bin ja nicht mal selbst symmetrisch 😉

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