„Was Löw im Sportstudio hätte sagen sollen“ (fussballdoping.de)

Vor kurzem war der Jogi im Fernsehen und wurde auch zum Dopingthema befragt. Auch wenn das Gesagte wieder weitgehend dem Standard-Fußballer-Gewäsch entsprach, war’s trotzdem mit Abstand das beste Interview, das in letzter Zeit rund um die Enthüllungen aus Stuttgart/Freiburg und Doc Klümper zu hören war. Löw war zumindest nicht ganz so offensiv bescheuert wie die Herren Scholl oder Dutt.

Die Website fussballdoping.de liefert ein Gedankenexperiment zum Fernsehauftritt des Bundestrainers: http://fussballdoping.correctiv.org/2015/03/was-loew-im-sportstudio-haette-sagen-sollen/  (das Original-Intervierview gibt’s dort auch nachzulesen)

„Was Löw im Sportstudio hätte sagen sollen“ Dem möchte ich nur eines hinzufügen: Löw hatte im Original-Interview gemeint, dass die Berichterstattung den negativen Beigeschmack gehabt hätte, dass nun einmal auch auf den Fußball ungerechtfertigt hingedroschen wurde. „Heilige Kuh“, nennt er es im O-Ton.

Und ob es gerechtfertigt ist, gerade im Fußball genau hinzusehen! Gerade in einem Sport mit dieser Bedeutung, sowohl was die Fans, als auch das umgesetzte Geld betrifft, sollten die Leute nicht weiter verarscht werden!

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3 Kommentare
  1. Der Löw hat es so gesagt, wie es oft geween sein dürfte. Der junge Sportler wird zum Arzt geschickt, macht das Procedere mit, denkt sich, der wird schon wissen, was er macht und und traut sich nicht, aufzumucken. Wenn ich so zurückdenke, hätte ich mich mit 18 wohl auch kaum gegen die gesamte Sportwelt aufgelehnt, wäre ich in vergleichbarer Situation gewesen.

    Aber werden die Zuschauer verarscht? Ich behaupte mal, sie wollen es bestenfalls gar nicht so genau wissen. Im Radsport hat doch jeder gewusst, dass im Radsport schon immer gedopt wird. Es gab von den 1890er Jahren an nie eine Zeit ohne Doping und es gibt kaum einen berühmten Radrennfahrer, der nicht schon des Dopings überführt wurde. Früher haben sie es frank und frei heraus gesagt, wie der Anquetil. Der hat es den Journalisten sogar diktiert: Man kann nicht an 200 Tagen im Rennzirkus sein, ohne zu dopen. Er könne nicht die Dauphiné Libéré gewinnen, danach im Auto zum nächtlichen Start bei Paris-Bordeaux (600 km) fahren und dort nur mit Zucker auch noch gewinnen. Kurzum: Ich wurde nie verarscht.

    Bei Olympischen Spielen gibt es auch immer wieder Dopingfälle und trotzdem schaut sich alle Welt die Spiele an.

    • hy! danke für deinen kommentar. beim radsport fühlte ich mich eigentlich auch nicht verarscht, da ist mein empfinden den deinem sehr ähnlich. mit ausnahme der fuentes-aufarbeitung, wo die beiden besten spanier (valv piti und ac) straffrei gingen. ich bin wohl überempfindlich, was den fußball angeht. obwohl es hier auf dem blog nicht so rauskommt, fußball ist meine zweite „große liebe“, nunmehr fast ausschließlich passiv und nicht mehr selbst aktiv. war in unteren ligen als torwart unterwegs, nach meinem umzug nach wien hörte ich im verein auf, 2012 nach verletzung (nasenbein und nasendach kaputt, gehirnerschütterung, 1 woche krankenhaus) auch bei jux-partien. nunmehr schau‘ ich halt eher im TV und wenn ich in meinem heimatdorf eine trainingsrunde starte, blicke ich immer wehmütig auf den sportplatz… das zum hintergrund. und ich habe mich da sowohl als aktiver, als auch als passiver so oft verarscht gefühlt und fühle mich immer noch. ob bei sämtlichen idiotien und „beschissen“, die ich selbst als aktiver bewundern durfte oder was man als passiver so sehen durfte und darf (das geht von ewiggestrigen, korrupten funktionären über fragwürdige schiri-entscheidungen bis zu bescheuerten aussagen von den oben genannten herren und auch hooliganismus). ich werde immer (auch) fußballfan bleiben, aber mir platzt bei manchen dingen echt der kragen. die unehrlichkeit im sport, die verharmlosungen,…

      • Fußball, da sagst Du was… Würde ich eigentlich auch gerne noch spielen. Hin und wieder vermisse ich das, das ist so völlig anders als Radfahren, jede Sekunde kann irgendwas passieren und man weiß nie, was als nächstes kommt. Torwart war ich allerdings noch nie, ansonsten habe ich von Sturm bis Abwehr die meisten Positionen durch.

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