Dauertest Sattel: Specialized Sitero

Voriges Jahr wurde in einen neuen Zeitfahr-Renner investiert https://dierotelaterne.wordpress.com/2014/09/07/black-1/ – inklusive eines neuen Sattels. Die damals relativ neue Sattelform interessierte mich und deshalb wollte ich den Sitero, ein Sattel speziell für’s Zeitfahren (bzw. für den Triathlon) unbedingt ausprobieren.

Gleich vorweg: Ein toller Sattel, den ich wohl sehr lange haben werde und mit dem ich zufrieden bin. Aber ein paar Dinge sind nicht ganz so perfekt.

Interessant fand ich zu Beginn gleich mal die sich durch den Sitero anders gestaltende Sitzposition. Bei einem älteren Zeitfahrsattel lag die Sattelspitze genau 5 cm hinter dem Tretlager (gemäß UCI-Reglement für Zeitfahren). Das war auch die Ausgangsposition für den Sitero. Nach ein paar Ausfahren wanderte der Sattel aber schnell um 2 cm nach hinten – die Form des Sitero mit dem relativ breiten vorderen Teil brachte mich und meine „Auflagefläche“ am Sattel weiter nach vorne. D.h., obwohl die Sattelspitze weiter hinten liegt, sitze ich im Verhältnis zum Tretlager trotzdem weiter vorne als beim Vorgängersattel. Und gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass ich am Sattel mehr Möglichkeiten zum Herumrutschen habe – je nachdem, wo ich meine Hände gerade am Cockpit/Lenker habe. Kleiner Exkurs: Da sich die Sattelspitze um mehr als 5 cm hinter dem Tretlager befindet, kann ich die Ausnahme bei der Länge der Extensions gemäß UCI-Reglement geltend machen… Dazu aber ein anderes Mal.

Ich habe den Sitero übrigens minimal abfallend nach vorne und nicht waagrecht montiert – bin mir aber nicht 100% sicher ob das gut ist, letzte Saison empfand ich das als gut, heuer nicht ganz so. Ich muss da noch herumprobieren. Ebenfalls unsicher bin ich mir über die Sitzhöhe (nachdem ich sie voriges Jahr vermeintlich relativ schnell gefunden habe). Man wird sehen. Hier gilt halt wohl die Weisheit, dass man am Positionsbau herumpfuscht, wenn die Beine nicht passen. Tendenziell sitze ich bzw. sitzt man beim Zeitfahren etwas höher, als am Straßenrenner. Der Sitero ist aber relativ hart und gibt nicht so nach, wie die konventionell an der Sattelspitze gepolsterten Zeitfahrsättel.

Man kann übrigens am Sitero hinten ein Plastikteil anbringen, an das man einen Flaschenkorb anbringen kann – gut für einen zusätzlichen Flüssigkeitstank oder eine Werkzeugbox. Nicht unpraktisch, aber mir gefällt sie nicht.

Dass der Sitero doch eine anzupassende Position am Zeitfahr-Renner mit sich bringt bzw. mit sich bringen kann, sollte man vor dem Kauf berücksichtigen. Eine andere Sache, die mir persönlich nicht so gefällt: Ich sitze am Sitero, so wie sich’s Specialized gedacht hat, eher im vorderen Bereich. Die Mulde in der Mitte des Sattels hat aber relativ harte Ränder… Das bereitete mir bei flachen Zeitfahren um die 40 km (als Staffel-Radler bei Duathlons oder Triathlons) nach dem Rennen doch ein unangenehmes Gefühl „untenrum“. Das liegt aber wohl eher an meiner Art des Sitzens am Zeitfahrer (hinsichtlich meiner Position), als an der Sattelkonstruktion selbst.

Fazit: Ein sehr guter Sattel, bei dem man aber doch ein paar Dinge bedenken muss.

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