Spagat gescheitert?

Im Hintergrund höre ich die Waschmaschine leise schnurren, während sie die verschwitzte und staubige Wäsch‘ vom heutigen Cyclocross-Rennen in der Brigittenauer Bucht schleudert. Im Vordergrund läuft Musik, „No Hope in Sight“ von „Paradise Lost“ (ich hoffe mal, das ist nicht prophetisch) und übertönt das Haushaltsgerät. 

Es hat schon Spaß gemacht, heute zum ersten Mal in dieser Saison eine Stunde Cyclocross zu spüren, in mich aufzunehmen, zu er-fahren. Und das bei sonnigen 20 Grad im November. Zusätzlich gab’s auch noch viele nette Plaudereien, man hat sich ja so ca. ein Jahr seit den letzten Crossrennen nicht mehr gesehen. Und stolz bin ich auch immer ein wenig, eine Stunde Cyclocross runtergebogen zu haben.

Aber: Es ging bei mir heute gar nix. Ich fühlte mich so richtig leer, bekam keinen Druck auf’s Pedal – und für eine etwas höhere Trittfrequenz reichte mein Motor auch nicht. Die Ergebnisliste habe ich noch nicht gesehen, es würde mich aber auch nicht wundern, wenn ich diesmal als Letzter dem Namen meines Blogs alle Ehre mache.

Irgendwie dürfte ich diesen Herbst den Spagat zwischen Sport und dem Leben außerhalb des Sports mit Job und Vergnügungen, zum Beispiel oder besser vor allem auf Konzerten, nicht geschafft haben. Konzertmäßig war ja viel los die letzten Wochen: 2tägiges Schattenwelt-Festival, Moonspell und Paradise Lost.

Mittlerweile dröhnt „Extinct“ von „Moonspell“ aus den Boxen… Ja, was den Sport betrifft, fühle ich mich tatsächlich etwas „ausgelöscht“ heute… Das war leistungsmäßig ja wirklich nix heute. Aber es hat mir trotzdem Spaß gemacht… hmmm… Und von den Konzertbesuchen möchte ich auch keinen missen (das Eine oder Andere im Job schon) Vielleicht klappt’s beim nächsten Rennen schon wieder besser. Und wenn ich so nachdenke: Ich habe ja Freude beim Crossen, auch wenn ich so herumgurke wie heute (wenn’s besser läuft macht’s natürlich mehr Spaß, keine Frage). Und auch abseits des Sports machen die diversen Konzerte, auch inkl. dem einen oder anderen gezischten Bier, viel Freude. Ich komme zum Schluss: Ein gescheiterter Spagat sieht, was mich betrifft, anders aus.

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