Crosswetter

IMAG1169

Wien. 8. Dezember 2015 – Mariä Empfängnis, für viele Menschen in Ö. ein arbeitsfreier Tag. 2 oder 3 Grad draußen. Ich schaue aus dem Fenster und sehe den Nebel und den Nieselregen… Meine Beine werden gleich ganz kribbelig, bestes Cyclocross-Wetter heute. Rauf auf’s Rad, raus in die feuchte Kälte, die leider von starkem Südwind begleitet wird. Fasangasse runter, Ungargasse, Juchgasse, Apostelgasse, Löwenherzgasse (ja, genau, Richard Löwenherz wurde 1192 hier in der Gegend einkassiert), Hagenmüllergasse, Haidingergasse, über den Donaukanal, Friedensgasse – während der Cross-Saison lästiger Asphalt. Im Prater bei der Jesuitenwiese nehme ich zum ersten Mal einen anderen Untergrund als eben diesen zu dieser Jahreszeit störenden Asphalt unter die Reifen.

Obwohl ich von gestern auf heute in der Fledermaus war, läuft’s gut. Ich mag diese Art von Wetter einfach. Rauf auf die Praterbrücke, ebenso wieder runter auf die Donauinsel. Der kalte Wind beißt mich bestimmt, kalt und trotzdem sanft ins Gesicht. Wunderbar. Und da ist nach wie vor der herrliche Nebel. Selbst das andere Ufer der Donau sieht man nur diffus, die Skyline inkl. dem DC-Tower wird dicht zur Unsichtbarkeit eingehüllt. Was andere als schlechtes Wetter bezeichnen, ist für mich heute traumhaft. Sanft schnurren die Stollenreifen auf dem Asphalt des Radweges, bevor es bei der Steinspornbrücke wieder ins Gelände geht. Und wegen diesem nasskalten Wetter sind angenehm wenig Leute unterwegs, was zusammen mit dem Nebel eine herrlich stille Stimmung ergibt. Vorbei am Kraftwerk Freudenau, das heute auch ruhiger als sonst wirkt.

Irgendwann kehre ich dann um (der erweiterte Vorabend macht sich bemerkbar) und lasse mich, nunmehr vom Rückenwind motiviert, zu einer ziemlich rasanten Heimfahrt hinreißen. Vielleicht etwas zu anstrengend für die wenigen Stunden Schlaf, aber die Euphorie ignoriert den Verstand. Etwas angeschlagen, aber dankbar komme ich daheim an. Nebel, Nieselregen und ignorante Euphorie ergeben eine herrliche Ausfahrt. Und nun wird das Rad geputzt, im Rückenwind habe ich vergessen, den Heimweg an der Tankstelle mit Waschgelegenheit vorbeizuführen. Die Endorphine nutzend geht das auch leichter.

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2 Kommentare
  1. Ich störe mich am Wetter ja auch nicht. Das Frösteln bekomme ich erst hinterher. Die paar Minuten, die ich fürs Reinigen des Rades brauche, die sind es, die mich im Nu bibbern lassen.

    • hey kreuzbube! sorry für meine späte antwort! ja… das putzen des crossers… wenn ich den heimweg über die tankstelle wähle, wird’s mir auch meist kalt. weil ich nämlich meist warten muss, bis sich ein oder mehrere autobesitzer sorgfältig um ihre (zumeist hässliche) karre gekümmert haben… und dann noch ein paar km nach hause… brrrrrr… die detailpflege inkl. kette, antrieb,… mache ich dann in der wohnung 😉

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