Material zum Crossen: Crosswind-Tuning

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Cyclocross ist natürlich auch eine Materialschlacht: Obwohl 2013 ein Ridley X-Fire bei mir eingezogen ist, haben sich meine Emotionen zu meinem 2008er Ridley Crosswind nicht verändert: Ich mag den Gaul einfach! Etwas zierlichere Rahmenformen, Farbgebung, die alte Ultegra, die verlässlich ihren Dienst tut… Ja, und die ganzen neuen Teile, die dazukamen. Vom ursprünglichen Setup des Katalogbikes blieb nicht mehr viel übrig: Rahmen inkl. Gabel, vorderer Umwerfer und Schalt-Bremshebel (das Schaltwerk hinten wurde schon mal von einem abgefetzten Schaltauge in den Tod zwischen den Speichen mitgerissen).

Zuerst kamen TRP EuroX aus Magnesium rauf, denn ich wollte damals 2009 unbedingt besser bremsen und die Zugspannung verstellen können (war für den Laufradtausch und unterschiedlich dicke Bremsbeläge unabdingbar). Anschließend kam ein Cockpit von Ritchey mit relativ dünnen Rohren am Bügel (27,2mm?), der sich angenehm fährt (habe das Gefühl, er flext auch sogar leicht). Rumpeliges Gelände verlangt übrigens auch nach komfortablem Sitz: Specialized Romin in 143 mm Breite. Die original montierten Kurbeln in 170 mm Länge waren mir nach 2 Saisonen auch unangenehm – auf meinen Straßenrennern bin ich zuerst sogar 175er-, dann aber später doch 172,5er-Kurbeln gefahren. Zuerst tonnenschwere FSA-Kurbeln (46/36) und dann die Ultegra-SL-Kurbeln mit 172,5 mm Länge von meinem Look 586 Straßenrenner (dem hatte ich eine neuere Ultegra gegönnt) mit Kettenblättern in der Ausführung 46/38 (kleiner ging’s beim kleineren Kettenblatt aufgrund des Lochkreisdurchmessers nicht). Laufräder waren stets unterschiedliche Sätze mit hohem Profil (ca. 50 mm) im Einsatz, sowohl in Drahtreifen- als auch in Schlauchreifenausführung. Im Bild seht Ihr einen älteren  Planet-X-Laufradsatz, den ich mit Swissstop Flash in gelb bebremse (für mich sind die gelben Gummis aus der Schweiz die erste Wahl im Gelände auf Carbon). Aufgezogen sind Challenge Baby Limus, von denen ich sehr viel halte: Guter Grip im Schlamm (natürlich nicht ganz so gut wie der große Bruder Limus) und für das relativ aggressive Profil sehr gute Rolleigenschaften (Challenge hat dem kleinen Bruder Baby Limus in der Mitte etwas kürzere Stollen verpasst, die seitlichen Schulterstollen sind aggressiv für tiefere Böden gestaltet). Toller Allrounder meiner Meinung nach. Ahja, der Rahmen ist zwar aus Alu, was irgendwie wohl weniger cool ist und sicher auch weniger Komfort bietet, aber so schlimm empfinde ich’s nicht (einen direkten Vergleich habe ich nur zum X-Fire aus Carbon: Ja, der ist komfortabler, aber nicht um Welten).

Und das ganze Setup fuhr sich super. Wenn man keine Scheibenbremsen mag, bremst man mit den TRP EuroX sehr gut, zwar nicht ganz so gut wie mit den RevoX, aber trotzdem sehr gut. Die Übersetzung mit 46/38 vorne und bis 28 Zähnen hinten war für mich ausreichend (ja, ich laufe auch gerne), stellte auch z.B. beim Rennen in der Seeschlacht in Korneuburg im Herbst 2016 keinen Nachteil dar. Und die Vorzüge des Baby Limus habe ich oben schon beschrieben.

Fazit: Ich mag meinen alten Gaul nach wie vor. Tuning ist super. Er fährt sich gut. Er hätte es sich verdient, viel viel viel viel öfter bewegt zu werden.

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