Langzeittest Rennradschuhe Specialized S-Works 6

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Die Farbe (Wie heißt die? Superlässigleuchtrotorange?) fand ich super, also mussten die Schuhe her, denn das Auge fährt mit (obwohl ich mit dem Vorgängermodell ganz zufrieden war Langzeittest: Schuhe, Specialized S-Works Road 2013, aber ich bin halt doch ein Konsumopfer.) Das war im Frühling 2016. Seither sind doch ein paar Kilometer damit gefahren worden, daher hier ein kleiner Erfahrungsbericht.

Die 2017er-Modelle (Link) gleichen den 2016er-Modellen meines Wissens nach exakt in Bauart, die verfügbaren Farben sind aber andere.

Ich denke mal, dass ich über die Steifigkeit der Sohle nichts mehr schreiben muss, in dieser Preisklasse (ca. 350 EUR) ist das Standard, ebenso ist sie trotzdem herrlich dünn ausgeführt.

Die Boa-Drehverschlüsse funktionieren perfekt und verlässlich. Der zusätzliche Klettverschluss am Vorderfuß und eben die Drehverschlüsse machen eine ausgezeichnete Anpassung an den Fuß beim Verschließen möglich. Bei manchen Schuhen sind ausschließlich 2 Drehverschlüsse vorhanden, hier beim Specialized S-Works 6 gibt’s eben den Vorteil des dritten Verschlusses. 

Zur Passform etwas zu berichten ist schwierig, jedes Paar Füße ist anders und kommt mit den unterschiedlichen Passformen unterschiedlich gut zurecht. Mir passen Specialized-Schuhe grundsätzlich sehr gut, auch der S-Works 6. Trotzdem bekomme ich, wenn ich Socken ohne dickeren bzw. verstärkten Stoff bei den Zehen trage, ab ca. 2,5 h Fahrt Schmerzen jeweils in der Großzehe. Geringe Unterschiede bei der Dicke der Socken führen offensichtlich zu einem veränderten Komfortempfinden bei mir. Auch ist das andere verwendete Material relativ dünn und ich empfinde es als unnachgiebig. D.h. für mich, der Schuh muss wirklich relativ genau auf den eigenen Fuß passen, damit der Tragekomfort stimmt. Daher unbedingt Zeit lassen beim Anprobieren! Achso, das Fußbett empfinde ich auch sehr gut, hier kann man aber auch gegen Einwurf von Münzen andere Einlegesohlen kaufen.

Bei der Passform ist auch der Fersenhalt ein Thema – das möchte ich bei diesem Paar Schuhe hervorheben: Hier wurde beim Design extra darauf geachtet, eine minimale „Wulst“, die jedoch keine Druckstellen verursacht, ist vorhanden. Diese ist noch mit einem speziellen Oberflächenmaterial versehen, die den Effekt verstärkt. Der Nachteil am perfekten Fersenhalt ist jedoch, dass das Reinschlüpfen in die Schuhe etwas schwieriger ist, als man es gewohnt ist. Leider löst sich diese oberste Schicht nach einiger Zeit, was zwar nicht so gut aussieht, aber der Funktion nicht schadet (siehe Foto – habe ich wegen dem Licht vor’m Spiegel gemacht, das Bild ist etwas verwirrend).

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Weiters: Der Fersenabsatz erlaubt halbwegs würdevolles Gehen, der Stand damit ist relativ sicher. Die Belüftung empfinde ich als sehr gut, das Obermaterial finde ich pflegeleicht (nicht dass ich das so oft putzen würde). Die Verarbeitung insgesamt finde ich großartig.

Fazit: Tolle, sehr leichte Schuhe (ca. 237 g pro Schuh, ich habe 43er), die etwas mehr kosten (sie sind’s aber wert: 350 EUR). Allerdings müssen sie relativ gut zum Fuß passen, denn sonst gibt’s Abstriche beim Komfort. Auch wenn ich mir neue Schuhe bestellt habe, werde ich die Specialized S-Works 6 wohl auch weiter – je nach Lust und Laune – fahren, v.a. aber in kurzen Rennen, weil ich die Anpassungsmöglichkeiten durch die 3 Verschlüsse und den Fersenhalt super finde.

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