„…dann stirb‘ i…“

Letztens, an einem Sonntag, veranstaltete das Radgeschäft meines Vertrauens (roadbiker) eine gemeinsame Ausfahrt. Treffpunkt 9 Uhr, das hieß für mich, dass ich früher als unter der Woche aufstehen musste… Rennradler sind leider wohl doch eher Frühaufsteher. Aber es hat sich ausgezahlt, tolle Ausfahrt!

Da ich etwas spät dran war, fuhr ich mit einem Regionalzug zum Praterstern (von dort sind’s nur ein paar Meter zum Treffpunkt vor’m Shop). Im Zug kam ich mit einer älteren Dame ins Gespräch, die mit ihrem Trekking-Bike ebenso an den Praterstern fuhr. Von dort sollte sie ihre Radtour ans obere Ende der Donauinsel und zurück führen. Dass sie letztens nicht nach Tulln gefahren sei, um dort den Rückenwind nach Wien zurück zu nutzen, das ärgere sie ein wenig, meinte sie. Sie fährt fast jeden Tag und dies bereitet ihr große Freude.

Beim Aussteigen erzählt sie mir noch, dass sie bereits 86 Jahre alt sei. Wow. Respekt. Ich würde mich freuen, wenn ich mit 86 Jahren noch so fit wäre. Und dann sagt sie: „Wenn ich nimmer Radfahren kann, dann stirb‘ i!“ Ich wünsche ihr noch viele Fahrten und verabschiede mich. Und dann denke ich nach: Ich weiß nicht, wie’s mir gehen würde, könnte ich plötzlich nicht mehr (Renn-)Radeln. Vielleicht würde ich nicht physisch ableben. Aber ein großer Teil von mir, der würde schon sterben…

 

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