Mr. Hushovd

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Nach der letzten Ausfahrt mit dem Crosser hatte ich die fixe Idee, dass ich zu viel Rad-Wäsche hatte und dass ich viele Teile davon nicht mehr nutzte. U.a. auch ein Trikot im Design des norwegischen Meisters 2004 – das war Thor Hushovd.

Ich kann mich noch erinnern, als der mir bis dahin unbekannte Norweger 2004 aus dem Trikot des norwegischen Meisters ins Gelbe Trikot der Tour schlüpfte. Später gewann er im Trikot mit der Norwegischen Flagge auch noch eine Etappe. Seit damals verfolgte ich seine Karriere etwas näher und bei den Radsportmanager-Computerspielen war sein damaliges Team, Crédit Agricole, auch erste Wahl.

Wie Sympathien zu Sportlern oder Sportmannschaften entstehen (Rapid oder Austria? Wurscht…) kann ich oftmals nicht sagen. Jedenfalls fand ich Hushovd seit der Tour 2004 sympathisch und das Design seines Trikots fand ich auch super. Da es sein Trikot später auch als Replica zu kaufen gab, konnte ich meine Verehrung auch bald am Rennrad zur Schau stellen. Das war 2005. Das eine oder andere Jahr später kaufte ich mir das Meistertrikot nochmals, nun in der Ausführung mit langem Reißverschluss. Es gibt ja oftmals die Meinung, dass es für Hobby-Rennradler nicht passend ist, Profitrikots durch die Landschaft zu chauffieren. Ich sehe das nicht so, für mich ist es Teil meines „Fan-Seins“ und ich mag die Designs der Trikots, speziell Landesmeister-Trikots oder Trikots von Nationalmannschaften. Weltmeisterstreifen finde ich auch super, auch wenn das manche als Sakrileg sehen. Mir doch egal.

„Heia Norge!“ – das hörte ich überraschenderweise das eine oder andere Mal in Wien, als ich mit dem Trikot unterwegs war. Den Ausspruch „Schau, ein Engländer, cool!“ vernahm ich auch einmal. Ich habe beide Trikots sehr gerne getragen, die Version mit dem langen Reißverschluss kommt immer noch regelmäßig zum Einsatz. Eine Besonderheit der beiden Trikots war jeweils ein Autogramm vom Weltmeister des Jahres 2010. Eine tolle Sache für mich als Groupie. Im Juli 2013 war Thor Hushovd im Aufgebot seines Teams BMC bei der Österreich-Rundfahrt, er hatte auch eine Etappe dabei gewonnen. Und in Podersdorf fand ein Zeitfahren statt. Dazu hatte ich beide Trikots eingepackt, in der Hoffnung, dass ich einen meiner Radsporthelden abpassen konnte, um sie ihm zum Signieren unter die Nase zu halten.

Und es funktionierte tatsächlich: Die BMC-Fahrer machten im Schatten eines Vorzelts ihres Mannschaftsbusses ein Warm-Up- oder Cool-Down-Programm. So auch Hushovd. Und als er mit seinem Cool-Down fertig war bat ich ihn mit den Worten „Excuse me, Mr. Hushovd, would you be so kind and sign your jerseys?“ um jeweils ein Autogramm. Als er die Replicas seiner alten Meistertrikots sah, grinste er etwas und unterschrieb. „Thank you, you really made my day!“, war meine glückselige Antwort. Und sie stimmte auch: Ich bin halt Radsport-Groupie, empfinde bei sowas kindliche Freude und stehe dazu. Etwas später, nachdem ich noch bei anderen Mannschaftsbussen vorbeigeschaut hatte, stand ich zufällig noch in der Nähe des BMC-Busses und dachte nach, wohin ich noch gehen sollte. Nach einem kurzen „Hey!“ von rechts flog mir plötzlich eine BMC-Mütze zu… „Thank you very much, Mr. Hushovd!“

Und nun hat ein Trikot mit Autogramm via Willhaben-Online-Marktplatz den Besitzer gewechselt. Das andere Trikot inkl. Autogramm habe ich ja noch, ebenso wie die Mütze und die Erinnerungen an einen kurzen Kontakt mit einem netten Star des Radsports.

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