Archiv

mein radsport – misc

Letztens, an einem Sonntag, veranstaltete das Radgeschäft meines Vertrauens (roadbiker) eine gemeinsame Ausfahrt. Treffpunkt 9 Uhr, das hieß für mich, dass ich früher als unter der Woche aufstehen musste… Rennradler sind leider wohl doch eher Frühaufsteher. Aber es hat sich ausgezahlt, tolle Ausfahrt!

Da ich etwas spät dran war, fuhr ich mit einem Regionalzug zum Praterstern (von dort sind’s nur ein paar Meter zum Treffpunkt vor’m Shop). Im Zug kam ich mit einer älteren Dame ins Gespräch, die mit ihrem Trekking-Bike ebenso an den Praterstern fuhr. Von dort sollte sie ihre Radtour ans obere Ende der Donauinsel und zurück führen. Dass sie nicht nach Tulln gefahren sei, um dort den Rückenwind nach Wien zurück zu nutzen, das ärgere sie ein wenig, meinte sie. Sie fährt fast jeden Tag und dies bereitet ihr große Freude.

Beim Aussteigen erzählt sie mir noch, dass sie bereits 86 Jahre alt sei. Wow. Respekt. Ich würde mich freuen, wenn ich mit 86 Jahren noch so fit wäre. Und dann sagt sie: „Wenn ich nimmer Radfahren kann, dann stirb‘ i!“ Ich wünsche ihr noch viele Fahrten und verabschiede mich. Und dann denke ich nach: Ich weiß nicht, wie’s mir gehen würde, könnte ich plötzlich nicht mehr (Renn-)Radeln. Vielleicht würde ich nicht physisch ableben. Aber ein großer Teil von mir, der würde schon sterben…

 

In letzter Zeit ist im Rennrad-Universum der Straße doch einiges passiert, das nach Häufung aussieht: Tragische Todesfälle von prominenten ProtagonistInnen und auch viele namenlose Tote. Diese Dinge haben mich berüht. Es gab auch Diskussionen aufgrund dieser Anlassfälle, auch Profis wie z.B. Michael Gogl meldeten sich zu Wort: http://derstandard.at/2000058414871/Shitstorm-auf-Gogls-Facebook-Seite-Hat-mit-normalem-Menschenverstand-nichts

Und die Diskussion ist leider auch heftig und untergriffig…

Abseits der Diskussionen habe ich subjektiv das Gefühl, dass es auf den Straßen rauer zugeht, ich habe auch das Gefühl, dass Anfeindungen gegen mich als Rennradfahrer im Straßenverkehr über die Zeit mehr wurden, ebenso, wie die brenzligen Situationen. Und ich fühle auch ein allgemeines (sowohl bei Menschen im Auto, im LKW, am Rad, zu Fuß, auf Skates,…) Anwachsen des gefährlichen und asozialen Verhaltens.  Umgekehrt wird Rücksichtnahme, soziales Verhalten, Zurückhaltung, etc. in einer Zeit wo das Ego boomt und rüpelhaftes Verhalten honoriert wird, als Schwäche gesehen und ausgenutzt.

Eine einzige brenzlige Situation kann böse Folgen haben. Das ist natürlich klar. Und nach jeder Ausfahrt erinnert man sich stets an die rücksichtslosen Menschen, denen man begegnet ist. Trotzem: Es gibt so viele Menschen in PKWs und LKWs, die Rücksicht nehmen, die 1,5 Meter Seitenabstand halten, die abbremsen und erst dann mit sicherem Raumgefühl für mich überholen wenn kein Gegenverkehr kommt, es gibt so viele Menschen, die nicht pöbeln, etc. – auch wenn sie sich vielleicht über meine Präsenz auf der Straße, am Radweg oder sonstwo ärgern. Es gibt so viele Menschen die sich sozial verhalten. Sollte zwar selbstverständlich sein, aber heutzutage ist es das nicht.

Daher ein ehrliches und herzliches DANKE an alle, die Rücksicht – u.a. auf RennradlerInnen – nehmen und sie im Straßenverkehr respektvoll behandeln!!!

Vor kurzem schrieb ich über den tragischen Tod von Michele Scarponi, meine Gefühle und meine Dankbarkeit, dass bei meinen Fahrten bisher nichts Schlimmes passiert ist. Vor kurzem ist auch der junge Amerikaner Chad Young im Alter von nur 21 Jahren seinen Sturzverletzungen erlegen, die er sich bei der Tour of Gila zugezogen hat.

Keinen Namen hat der Radsportkollege, der beim Neusiedlersee-Radmarathon eine Kollision mit einem Auto nicht überlebt hat. Außer für die Angehörigen, die einen äußerst schmerzhaften Verlust erfuhren. Mein Beileid an sie.

Es wird einem bewusst, das der Tod so oft im Windschatten mitfährt es kann so leicht etwas passieren. Ein namenloser Toter erinnert mich wieder einmal daran.

IMG_4580

Tour-de-France-Zeit. Etwas gestört durch diese Kick-Veranstaltung, die ebenso in Frankreich stattfindet. Tour-de-France-Zeit ist bei mir auch die Zeit, wo ich viel mehr vor der Glotze hänge als sonst, immerhin möchte ich von diesem Rennen etwas mitbekommen. Und wenn sie weiterhin noch diese Spots bringen (https://www.youtube.com/watch?v=ovTCK4oyuXo), ist die Tour-de-France-Zeit im Juli auch die Zeit für vermehrte Alpecin-Verwendung. Read More

Irgendwas hat’s mit dem Platz im 3. Wiener Gemeindebezirk. Bei einer Radausfahrt, liegt der Kardinal Nagl-Platz meist auf meinem Heimweg. Und irgendwie gibt’s dort eine Häufung an unguten Sachen – dabei ist der Platz eigentlich gar nicht so groß. Taxifahrer (hier ohne Binnen-I), die einen fast über den Haufen führen. RadfahrerInnen (hier mit Binnen-I), die das ebenso praktizieren. Und so unglaublich viele Leute, die auf den Radwegen herumtaumeln. Und zusätzlich bin ich dort noch statistisch signifikant häufiger angestänkert und beschimpft worden. Mal einfach so, mal für’s „Schauen“, mal für’s U-Bahnfahren mit Rad (der Akku meiner Lampe war aus – ich wollte sicher nach Hause kommen). Ansich kommen ja solche Sachen leider öfters vor, wenn man mit dem Rennrad unterwegs ist… Aber irgendwas hat’s dort was mit dieser Häufung an Anstandsagnostizismus… Meine Route werde ich trotzdem nicht ändern. Was hätte Fürsterzbischof Kardinal Nagl dazu gesagt?

Rennradblog Geradeaus

Rennradfahren, Essen und Spaß am Leben.

emme-eppe

die Magie der kleinen Dinge

VeloKick.net

laufen - rollern - radeln

Takeshi fährt Rad

Frau, Stahl, Asphalt, Kilometer.

Wiener Bahn-O-Rama

#gofastturnleft

Drei Engel für Ötzi

Rennrad-Transalp und mehr mit Marina, Anne und Dani

Die Rennschnecke

Lauf- und Triathlon-Blog

Eiswuerfel Im Schuh

DAS Triathlon & Fitness Blog - ein Blog von einer Triathletin und einem begeisterten Sportfotografen mit Wettkampfbeschreibungen, Trainingsgeschichten, Veranstaltungsbeiträgen, Fotostrecken für Sportunternehmen, Reiseberichte, Tech-Talks, Rezepte,…

diegneistdotcom.wordpress.com/

Personal- und Organisationsentwicklung

Triathlove

Drei Sportarten, zwei Wechsel, eine Liebe.

Auf dem Weg zum Ironman

Training, Strecken, Material, Tipps und alles was man noch so beim Trithlon erleben kann.

mweihrauch.de

Lauf- & Triathlonblog: Hier raucht's richtig

die rote laterne

am ende des hobby-pelotons

Triathlon statt Rollstuhl

Wie sich eine junge Frau trotz Multipler Sklerose nicht unterkriegen lässt und ihren Traum vom Triathlon erfüllt