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mein radsport – vom zeitfahren

Ich bin noch marod und habe daher die Chance, die Zeitfahrbewerbe bei der Rad-WM live im TV zu sehen. Was da heute beim Zeitfahren der U23 rund um Harrogate abging, war der Wahnsinn. Regen, Regen, Regen. Und dann irgendwann riesige und tiefe Lacken auf der Straße. Insgesamt nicht mehr ganz reguläre Bedingungen für alle Fahrer, den armen Teufel aus Dänemark hat’s richtig erwischt, der ist in so einer Lacke gestürzt… gefühlt stand das Wasser dort einen halben Meter hoch. Bitter. Einer der anderen Dänen war glücklicher: Mikkel Bjerg holte seinen dritten WM-Titel im Einzelzeitfahren der U23. Chapeau. Der Österreicher Markus Wildauer wurde 9. Ebenso Chapeau.

Vor kurzem hatte ich auch eine regelrechte Wasserschlacht bei einem Zeitfahrbewerb, wenngleich uns aber diese riesigen, tiefen Lacken erspart blieben: Das Zeitfahren über 44 km in Seibersdorf im Rahmen des Zeitfahrcups am 7.9. Kalt war’s auch zusätzlich, so 13 Grad, dafür gab’s nur wenig Wind. Read More

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Radfahrerisch war 2019 bisher schwierig. Mai, Juni und Juli beschäftigten mich Knieprobleme, die mich äußerst unrund machten, denn ich konnte nicht so fahren, wie ich wollte bzw. es mir gut tat. Und ich machte mir auch Sorgen, ob da nicht was Schlimmeres dahinter stehen könnte.

Nachdem ich das Problem halbwegs in den Griff bekommen habe (z.B. durch Fitting, Physiotherapie, Ärzte,…), kam auch im August die Form zurück, auch die Leistung passte.

Und nun lese ich gerade (wieder) Bradley Wiggins‘ Buch „Meine Zeit“. Und da schreibt er ganz blumig über seine Gedanken vor dem zweiten und entscheidenden Zeitfahren der Tour de France 2012. So richtig mitreißend beschreibt er die Gefühle vor dem Start, wenn man dann endlich zur Startrampe rollt… und wenn man dann endlich auf die Strecke darf und dort alles gibt. Ein Rennen spüren, leben, lieben. Aber die Zeilen sind Salz in meine Wunden, denn das hätte ich auch heute am Samstag gerne gemacht. Beim King of the Lake, dem Zeitfahren einmal um den Attersee. Wunderbare 47,2 km auf für den Straßenverkehr gesperrten Straßen. Und drumherum ein toller Event. Ein Rennen, das mir bei meinen bisherigen 4 Starts so derartig viel Spaß gemacht hatte, dass es für mich ein absolutes Highlight des Jahres darstellt. Nicht nur was den Radsport betrifft.

Doch ich habe seit Montag Fieber und es ist nicht rechtzeitig verschwunden.

September sollte meine Zeit sein. Nun hat dieser Monat aber keine gute Zeit für mich. Keine Zeit zum Zeitfahren, wenn der Körper seine Zeit verlangt. Es knabbert schon ordentlich an mir, nicht dabei zu sein.

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Der King of the Lake, das Zeitfahren um den herrlich schönen Attersee ist seit 2015 mein absolutes Saisonhighlight. Für den normalen Straßenverkehr abgesperrte Straßen, viele Zuseher, Fanzonen an der Strecke, ein tolles Start-Ziel-Gelände, perfekte Organisation und über 1000 Sportlerinnen und Sportler ergeben einen einzigartigen Event. Am 30.9. war’s heuer wieder so weit, dass ich dieses Ereignis genießen durfte. Read More

Die Vorfreude auf den „King of the Lake“ (Zeitfahren einmal um den Attersee auf gesperrten Straßen am Samstag, dem 30.9.2017) war groß. Und nun die Ernüchterung. Meine Black #1 ist krank bzw. verletzt. Bei meinem Specialized Shiv TT ist eine der zwei im Rahmen befindlichen „Aufnahmen“ für die Schrauben zur Befestigung der Sattelstütze locker geworden. Langsam und stetig hat sich die Katastrophe angebahnt. Stets nur vorsichtig mit Drehmomentschlüssel und weniger als den angegebenen 5,1 Newtonmeter Anzugskraft an den Schraubvorgang gegangen… Und das Teil kam immer mehr und mehr raus, sodass ich die Stütze nur mehr mit der zweiten Schraube unter hoher Gefahr eines Bruchs fixieren konnte. Das ist natürlich keine Option. Read More

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Die beiden Zeitfahren der diesjährigen Tour de France waren sehr interessant. Allein schon vom Profil der beiden Prüfungen gehen die Uhr: Etappe Nummer 13 war ein 37,5 km langes Zeitfahren, das ziemlich anspruchsvoll war, ging es doch über einige Höhenmeter. Gewonnen wurde dieses anspruchsvolle Zeitfahren von Tom Dumoulin (NED). Etappe Nummer 18 war ein etwas eigenartiges Bergzeitfahren, weil es nicht mit einem Steilstück, sondern mit einer Abfahrt endete – meiner Meinung nach war es für ein Bergzeitfahren auch relativ flach für die Profis. Froome gewann souverän. Read More