Die Vorfreude auf den „King of the Lake“ (Zeitfahren einmal um den Attersee auf gesperrten Straßen am Samstag, dem 30.9.2017) war groß. Und nun die Ernüchterung. Meine Black #1 ist krank bzw. verletzt. Bei meinem Specialized Shiv TT ist eine der zwei im Rahmen befindlichen „Aufnahmen“ für die Schrauben zur Befestigung der Sattelstütze locker geworden. Langsam und stetig hat sich die Katastrophe angebahnt. Stets nur vorsichtig mit Drehmomentschlüssel und weniger als den angegebenen 5,1 Newtonmeter Anzugskraft an den Schraubvorgang gegangen… Und das Teil kam immer mehr und mehr raus, sodass ich die Stütze nur mehr mit der zweiten Schraube unter hoher Gefahr eines Bruchs fixieren konnte. Das ist natürlich keine Option. Read More

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Letztens, an einem Sonntag, veranstaltete das Radgeschäft meines Vertrauens (roadbiker) eine gemeinsame Ausfahrt. Treffpunkt 9 Uhr, das hieß für mich, dass ich früher als unter der Woche aufstehen musste… Rennradler sind leider wohl doch eher Frühaufsteher. Aber es hat sich ausgezahlt, tolle Ausfahrt!

Da ich etwas spät dran war, fuhr ich mit einem Regionalzug zum Praterstern (von dort sind’s nur ein paar Meter zum Treffpunkt vor’m Shop). Im Zug kam ich mit einer älteren Dame ins Gespräch, die mit ihrem Trekking-Bike ebenso an den Praterstern fuhr. Von dort sollte sie ihre Radtour ans obere Ende der Donauinsel und zurück führen. Dass sie nicht nach Tulln gefahren sei, um dort den Rückenwind nach Wien zurück zu nutzen, das ärgere sie ein wenig, meinte sie. Sie fährt fast jeden Tag und dies bereitet ihr große Freude.

Beim Aussteigen erzählt sie mir noch, dass sie bereits 86 Jahre alt sei. Wow. Respekt. Ich würde mich freuen, wenn ich mit 86 Jahren noch so fit wäre. Und dann sagt sie: „Wenn ich nimmer Radfahren kann, dann stirb‘ i!“ Ich wünsche ihr noch viele Fahrten und verabschiede mich. Und dann denke ich nach: Ich weiß nicht, wie’s mir gehen würde, könnte ich plötzlich nicht mehr (Renn-)Radeln. Vielleicht würde ich nicht physisch ableben. Aber ein großer Teil von mir, der würde schon sterben…

 

Über Sagan’s Ausschluss möchte ich nicht (viel) schreiben, da wurde vielerorts schon ausgiebig Videos analysiert und eben getextet, das reicht. Hmmm… nein doch nicht, ein bissl was: Ausschluss überzogen, Cav und Sagan haben sich nix geschenkt und deren Reaktion zu den Medien lässt mich annehmen, dass beide eh wissen, was passiert ist.

Und zu den vielen Stürzen: Besserungswünsche an die betroffenen Fahrer!

Mein persönlicher Aufreger war aber heute auf den letzten 10 Kilometern zu sehen. Ich halte meist zu den Außenseitern und möchte daher den Top-Favoriten Chris Froome (GBR – Sky) zumindest „schwimmen“ sehen. Also, was war heute am 9.7.2017 passiert? Read More

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Die Farbe (Wie heißt die? Superlässigleuchtrotorange?) fand ich super, also mussten die Schuhe her, denn das Auge fährt mit (obwohl ich mit dem Vorgängermodell ganz zufrieden war Langzeittest: Schuhe, Specialized S-Works Road 2013, aber ich bin halt doch ein Konsumopfer.) Das war im Frühling 2016. Seither sind doch ein paar Kilometer damit gefahren worden, daher hier ein kleiner Erfahrungsbericht. Read More

In letzter Zeit ist im Rennrad-Universum der Straße doch einiges passiert, das nach Häufung aussieht: Tragische Todesfälle von prominenten ProtagonistInnen und auch viele namenlose Tote. Diese Dinge haben mich berüht. Es gab auch Diskussionen aufgrund dieser Anlassfälle, auch Profis wie z.B. Michael Gogl meldeten sich zu Wort: http://derstandard.at/2000058414871/Shitstorm-auf-Gogls-Facebook-Seite-Hat-mit-normalem-Menschenverstand-nichts

Und die Diskussion ist leider auch heftig und untergriffig…

Abseits der Diskussionen habe ich subjektiv das Gefühl, dass es auf den Straßen rauer zugeht, ich habe auch das Gefühl, dass Anfeindungen gegen mich als Rennradfahrer im Straßenverkehr über die Zeit mehr wurden, ebenso, wie die brenzligen Situationen. Und ich fühle auch ein allgemeines (sowohl bei Menschen im Auto, im LKW, am Rad, zu Fuß, auf Skates,…) Anwachsen des gefährlichen und asozialen Verhaltens.  Umgekehrt wird Rücksichtnahme, soziales Verhalten, Zurückhaltung, etc. in einer Zeit wo das Ego boomt und rüpelhaftes Verhalten honoriert wird, als Schwäche gesehen und ausgenutzt.

Eine einzige brenzlige Situation kann böse Folgen haben. Das ist natürlich klar. Und nach jeder Ausfahrt erinnert man sich stets an die rücksichtslosen Menschen, denen man begegnet ist. Trotzem: Es gibt so viele Menschen in PKWs und LKWs, die Rücksicht nehmen, die 1,5 Meter Seitenabstand halten, die abbremsen und erst dann mit sicherem Raumgefühl für mich überholen wenn kein Gegenverkehr kommt, es gibt so viele Menschen, die nicht pöbeln, etc. – auch wenn sie sich vielleicht über meine Präsenz auf der Straße, am Radweg oder sonstwo ärgern. Es gibt so viele Menschen die sich sozial verhalten. Sollte zwar selbstverständlich sein, aber heutzutage ist es das nicht.

Daher ein ehrliches und herzliches DANKE an alle, die Rücksicht – u.a. auf RennradlerInnen – nehmen und sie im Straßenverkehr respektvoll behandeln!!!

Wer beschissene Details ekelhaft findet, sollte nicht weiterlesen.

Wer den Schaden hat, braucht für den Hohn nicht zu sorgen, oder so ähnlich. Aktuell müsste man Tom Dumoulin (NED) fragen, wie sich das so anfühlt. Auf der Königsetappe des Giro 2017 (23. Mai 2017) musste der Gesamtführende der Rundfahrt in der heißen Phase des Rennens ein großes Geschäft verrichten. Bitter, denn die Konkurrenz um Vicenzo Nibali (ITA) und Nairo Quintana (COL) wartete nicht auf ihn. Der Niederländer büßte wertvolle Zeit ein, konnte aber mit einer beherzten Fahrt sein rosa Führungstrikot noch verteidigen. Scheiße passiert, sagt/singt/textet u.a. Herr Ruthe in einem Video (beide Videos weiter unten).  Read More