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Schlagwort-Archive: Bradley Wiggins

David erzählt was über Brad: Kreise schließen sich

Letztens schrieb ich über Bradley Wiggins und seine mMn verkürzte oder lückenhafte Beschreibung von wichtigen Dingen seiner Karriere wie Ausnahmegenehmigungen für Medikamente oder dem olympischen Zeitfahrgold (siehe sein Buch „Meine Zeit“).

Interessant finde ich’s, wenn er dann noch in anderen Büchern über Wiggins vorkommt, z.B. bei David Millar.

Ich finde Wiggins nach wie vor als Sportler großartig, ein „spezieller“ Typ dürfte er aber schon sein. Schon alleine seine Selbstbeschreibung im Buch mit seinen unvernünftigen Phasen (z.B. Saufen, sich nicht bei seinem Team melden,…). Read More

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Radfahrerisch war 2019 bisher schwierig. Mai, Juni und Juli beschäftigten mich Knieprobleme, die mich äußerst unrund machten, denn ich konnte nicht so fahren, wie ich wollte bzw. es mir gut tat. Und ich machte mir auch Sorgen, ob da nicht was Schlimmeres dahinter stehen könnte.

Nachdem ich das Problem halbwegs in den Griff bekommen habe (z.B. durch Fitting, Physiotherapie, Ärzte,…), kam auch im August die Form zurück, auch die Leistung passte.

Und nun lese ich gerade (wieder) Bradley Wiggins‘ Buch „Meine Zeit“. Und da schreibt er ganz blumig über seine Gedanken vor dem zweiten und entscheidenden Zeitfahren der Tour de France 2012. So richtig mitreißend beschreibt er die Gefühle vor dem Start, wenn man dann endlich zur Startrampe rollt… und wenn man dann endlich auf die Strecke darf und dort alles gibt. Ein Rennen spüren, leben, lieben. Aber die Zeilen sind Salz in meine Wunden, denn das hätte ich auch heute am Samstag gerne gemacht. Beim King of the Lake, dem Zeitfahren einmal um den Attersee. Wunderbare 47,2 km auf für den Straßenverkehr gesperrten Straßen. Und drumherum ein toller Event. Ein Rennen, das mir bei meinen bisherigen 4 Starts so derartig viel Spaß gemacht hatte, dass es für mich ein absolutes Highlight des Jahres darstellt. Nicht nur was den Radsport betrifft.

Doch ich habe seit Montag Fieber und es ist nicht rechtzeitig verschwunden.

September sollte meine Zeit sein. Nun hat dieser Monat aber keine gute Zeit für mich. Keine Zeit zum Zeitfahren, wenn der Körper seine Zeit verlangt. Es knabbert schon ordentlich an mir, nicht dabei zu sein.

Nicht nur die Profis müssen sich gut auf die Klassiker vorbereiten. Auch die Fans. Über die „Hölle des Nordens“, Paris-Roubaix habe ich daher viel gelesen (und werde das auch noch tun) und auf Youtube geglotzt und so meinen Formhöhepunkt für Sonntag perfekt getimt.

Ein Highlight davon möchte ich Euch nicht vorenthalten. In einem Beitrag auf cyclingnews.com analysieren  Jacky Durand und Frederic Guesdon Bradley Wiggins‘ Chancen für den 12. April 2015. Sir Bradley möchte ja grundsätzlich mit einem Sieg in Roubaix wieder zurück auf die Bahn wechseln um dort bei Olympia 2016 zu reüssieren (vielleicht auch mit Stundenweltrekord dazwischen). Zuzutrauen wär’s ihm allemal. In eben diesem Beitrag wird auch auf ein kurzes Video aus den FDJeux-Zeiten (2002) des Toursiegers von 2012 hingewiesen. Dürfte eine französische Tradition sein, dass im Winter auch immer ein wenig gecrosst wird (hierzulande fahren die wenigsten Straßenprofis im Dreck). Beim Team von Marc Madiot in jedem Fall, gab ja auch den einen oder anderen Bericht im Radsport-Playboy Procycling. Bemerkenswert: Damals war er Bahnfahrer, dann war er Zeitfahrer und Prologspezialist, dann Rundfahrer und nun Klassikerfahrer. Bald wird er wieder Bahnfahrer sein. Chapeau! Da darf man aber auch mal etwas lachen, wenn’s ihn in den Gatsch haut 😉

 

Alléz! Alléz! Alléz! Alléz!

Ahhh… Trés bien!

Alléz! Alléz! Pratt (So wie nur Franzosen es aussprechen können).

 

Kurzfassung mit Untertiteln: https://youtu.be/Pt5h-rnsF6I

Langfassung mit Schaf(en): https://youtu.be/5qMM2r_42bA

Und hier die Doku für Frankophone: https://youtu.be/BEvrM-2AyjM

Analyse von Durand & Guesdon: http://www.cyclingnews.com/features/of-course-we-made-fun-of-him-wiggins-former-teammates-on-his-paris-roubaix-dream 

 

 

 

Schnell noch ein paar Worte zu 2014. Nein, keine Zusammenfassung, was ich radfahrerisch so produziert habe und auch keine Rückblick die Welt der Radprofis im letzen Jahr. Es ist ein konkretes Ereignis, das emotionale Spuren in meinem Fan-Herz hinterlassen hat und für mich eine großen, schönen Part der Erinnerungen an 2014 ausmacht.

Und zwar die 51,852 km, die der junge Vorarlberger Matthias Brändle ins Bahnoval von Aigle zirkelte. Das ganze geschah am 30. Oktober 2014 und bedeutete einen neuen Stundenweltrekord. Read More

Eine Woche nach der spektakulären Querfeldein-WM fand in Hoogstraten, der lt. Wikipedia nördlichsten Gemeinde Belgiens, ein relativ gatschiges Querfeldein-Rennen statt. Grundsätzlich ein unspannender Kurs, wäre der Untergrund nicht ordentlich durchnässt und somit tief und schlammig. Die Cracks waren viel zu Fuß unterwegs, das symbolische Bild des Cyclocross-Fahrers, der das Rad schultert, war oft zu sehen. Schöner Sport. Aber eines fehlte… Der Regenbogen.

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Ok, er hat schon Zeit. Naja, nein, er hat keine Zeit, keine Zeit rechtzeitig fit für die Tour 2013 zu werden. Keine Koteletten bei der Tour. Keine zwei Kapitäne beim Team Sky bei der Tour 2013 und Froomie (Christopher Froome) alleiniger Kapitän des übermächtigen Sky-Technokratur-Zirkus. Das wird sicher lustig, denn Froomie hat bisher mehr als einmal bewiesen, dass er taktischer Natur ein Gehirnakrobat ist – interessant, denn grundsätzlich dürfte Froomie aber eher ein schlaues Kerlchen sein, er hat ein abgeschlossenes Studium. Das Taktik-Defizit wird aber wohl aufgrund des Funkverkehrs zwischen Betreuerwagen und den Fahrern eher kein Problem sein. Brailsford wird das richten, er sollte allerdings Vorsorge für eventuelles Stimmversagen treffen. Auch haben die Sky-Fahrer heuer bereits bewiesen, dass sie bärenstark sind und für Froomie arbeiten können (siehe Dauphiné).
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