Archiv

Schlagwort-Archive: Fabian Cancellara

IMG_0689

Viel zu schnell. Manche sagen, dass sie das schneller tut, als noch früher, wo ggf. alles besser gewesen sein hätte können.

Und auch meine Zeit vergeht. Ich werde älter. Mittlerweile kann ich sogar vor der Glotze einschlafen.

In der Welt meiner passiven Radsportleidenschaft vergeht die Zeit natürlich auch. Ich kann mich z.B. noch an Alejandro Valverde erinnern, als er im Trikot des besten Nachwuchsfahrers erstmals bei der Vuelta aufzeigte. Jetzt ist er unter der Kategorie „Oldie but Goldie“ einzuordnen. Und meine Idole haben schon aufgehört, z.B. René Haselbacher oder Thor Hushovd. Und Tom Boonen wurde 2005, d.h. bereits vor 13 Jahren Weltmeister. Ich habe als Fan schon den einen oder anderen Generationenwechsel hinter mir.

Ich trage beim Rennradeln gerne Profi-(Replika-)Trikots, auch wenn das manche eigenartig finden. Auch eines im Design der Schweizer Olympiamannschaft. Da wurde ich auf der Straße von einem Rennradler-Kollegen auch mal als Cancellara angesprochen (hätte ich doch nur etwas von der Power des Schweizers). Der hat ja mittlerweile auch aufgehört. Am letzten Freitag wurde ich in einer Steigung aber mit den Worten „Allez-Allez Dillier“* angefeuert. Cancellara ist vorbei.

Die Zeit vergeht.

*Dillier, Silvan; geb. 3.8.1990; er wurde bei Paris-Roubaix 2018 im Trikot des Schweizer Meisters, das dem Trikot der Schweizer Olympiamannschaft sehr ähnlich sieht, toller Zweiter.

 

 

Advertisements

IMAG1232

Gegönnt hätte ich es ihm, dem Cancellara. Aber dem Sagan ist der Sieg bei der 100. Ronde wirklich zu gönnen. Spannendes Rennen, das ich mir als Aufzeichnung heute angesehen habe.

Live war mir nicht möglich, da ich unbedingt selbst heute eine Ausfahrt machen wollte. Und am Vormittag wollte ich noch nicht wegfahren, weil sich die Temperaturen an diesem herrlichen Frühlingstag erst langsam der 20-Grad-Marke näherten. Am Vormittag war’s ja doch noch ein wenig kalt. Read More

Schnell noch ein paar Worte zu 2014. Nein, keine Zusammenfassung, was ich radfahrerisch so produziert habe und auch keine Rückblick die Welt der Radprofis im letzen Jahr. Es ist ein konkretes Ereignis, das emotionale Spuren in meinem Fan-Herz hinterlassen hat und für mich eine großen, schönen Part der Erinnerungen an 2014 ausmacht.

Und zwar die 51,852 km, die der junge Vorarlberger Matthias Brändle ins Bahnoval von Aigle zirkelte. Das ganze geschah am 30. Oktober 2014 und bedeutete einen neuen Stundenweltrekord. Read More


Es gibt 3 Grand Tours pro Jahr, das Ardennen-Triple und neben dem Podium, das aus 3 Plätzen besteht sehr viele Dinge im Sport, die mit 3 zu tun haben. „Aller guten Dinge“ auch, denn sie sind nämlich drei.
Auch das 3. Amphi-Festival, auf dem ich war, eines der guten Dinge.

Es dauerte auch 3 Tage, 3 wundervolle in schwarz getauchte Tage voller Musik, getaucht und voll positiver Stimmung. Und, wie auch schon die letzten beiden Jahre der Fall: Ich konnte wieder so viel Positives aus Köln mit nach Hause nehmen. Read More

zeitfahren podersdorf - auf dem weg ins gelbe trikot

zeitfahren podersdorf – auf dem weg ins gelbe trikot

Podersdorf am Samstag, dem 6. Juli 2013, vorletzte Etappe der Österreich-Rundfahrt 2013, Einzelzeitfahren. Kurz nach 4 Uhr Nachmittag. ER ist mit einer super Zeit ins Ziel gekommen und führt momentan das Gesamtklassement der Rundfahrt an. Nun ist es still. Auch Harry Mayer, die Stimme der Österreich-Rundfahrt, schweigt. Alles wartet auf den 2 Minuten später gestarteten Mann im gelben Trikot, Kevin Seeldraeyers. Ich stehe im Schatten eines Baumes und höre den Wind, der durch die Äste und Blätter fährt. Plötzlich kommt Jubel auf. Seeldraeyers, der die schwierigen Bergankünfte im Kühtai und am Kitzbühler Horn gewonnen hat, hat nun Verspätung. Ausreichend Verspätung. Es reicht für IHN.
Read More

Pavé(streifen) auf der Donauinsel

Pavé(streifen) auf der Donauinsel

7. April 2013, Paris-Roubaix, die „Königin der Klassiker“. 1896 zum ersten Mal ausgetragen, führt es über 250 km, davon ca. 53 km über Kopfsteinpflaster, die auf 27 Sektoren aufgeteilt sind, in den Norden Frankreichs. Teilweise geht es über historische Straßen, die unter Denkmalschutz stehen und sonst während des Jahres nicht befahren werden. Die Ziellinie befindet sich im berühmten Vélodrome von Roubaix.
Read More

IMAG0047

Das Fernsehen steigt 150 km vor dem Ziel mit der Live-Übertragung ein. Eine Gruppe mit 7 Fahrern ist „draußen“, ca. 3 min vor dem Hauptfeld. „De Ronde“, wie die Flamen abgekürzt und ehrfürchtig die Flandern-Rundfahrt nennen, ist das populärste Rennen in dieser radsportverrückten Region Belgiens. Vom wunderschönen Marktplatz in Brügge geht es ca. 150 km flach in Richtung Süden, wo ca. 100 km über zahlreiche „Hellingen“, auf denen teilweise Kopfsteinpflaster den ruppigen Untergrund anstatt des komfortablen Asphalts bildet, die Fahrer herausfordern. Die „Hellingen“, das sind kurze, giftige und schwere Rampen mit tw. über 20 % Steigung und eben dem Kopfsteinpflaster, über das die Profis ihre leichten und steifen Rennmaschinen prügeln.
Read More